Die Patriots mussten sich am 16. Spieltag der 1. Skaterhockey-Bundesliga beim Tabellenzweiten CE Kaarst mit 8:15 geschlagen geben. Trotz der am Ende deutlichen Niederlage zeigte der Tabellenführer aus Niddatal unter äußerst schwierigen personellen Voraussetzungen eine engagierte und kämpferische Leistung.

Mit einem absoluten Minikader reisten die Patriots zum Spitzenspiel nach Kaarst. Gleich sechs Leistungsträger standen nicht zur Verfügung. Neben den bereits bekannten Ausfällen von Jakub Bernad, Miroslav Dobner und Niklas Lachmann fehlten auch die weiterhin nicht spielberechtigten Dominik Luft und Henry Wellhausen. Kurzfristig musste zudem Patriots-Nummer-eins Janis Grundhöfer absagen.
Damit standen Trainer Patric Pfannmüller nur wenige Wechselmöglichkeiten zur Verfügung. Umso höher ist die Leistung der Mannschaft einzuschätzen, die sich beim Tabellenzweiten trotz der schwierigen Ausgangslage über weite Strecken teuer verkaufte.
Schwieriger Start in die Partie
Die Gastgeber aus Kaarst erwischten den besseren Start und konnten früh eine Führung herausspielen. Die Patriots benötigten einige Minuten, um sich auf die ungewohnte personelle Situation und den Rhythmus der Partie einzustellen.
Doch die Niddataler bewiesen Moral und kämpften sich nach dem frühen Rückstand immer besser in die Begegnung. In der 13. Minute sorgte Kilian Rohde für den ersten Patriots-Treffer und verkürzte auf 1:3.
Nur drei Minuten später war es Kapitän David Lademann, der den Rückstand weiter verkürzte. Mit seinem Treffer zum 2:3 in der 16. Minute brachte er die Patriots wieder unmittelbar heran.
Kaarst konnte anschließend noch einmal nachlegen und ging mit einer 4:2-Führung in die erste Drittelpause. Trotz des Rückstands hatten die Patriots nach dem schwierigen Auftakt jedoch deutlich besser in die Partie gefunden.
Zweites Drittel kostet Boden
Im zweiten Abschnitt versuchten die Patriots, den Anschluss weiter zu verkürzen. Dabei wollte das Team phasenweise etwas zu viel und ging dadurch mehr Risiko ein. Kaarst nutzte die sich daraus ergebenden Räume konsequent und konnte den Vorsprung ausbauen.
Die Gastgeber zogen zwischenzeitlich auf 9:2 davon. In der 29. Minute setzte David Lademann mit seinem zweiten Treffer des Abends dennoch ein wichtiges Zeichen und verkürzte auf 3:9.
Kaarst blieb allerdings weiterhin effizient und konnte bis zur zweiten Pause auf 10:5 davonziehen.
Gerade in dieser Phase wurde deutlich, wie schwierig es für die Patriots war, mit dem kleinen Kader das hohe Tempo des Spitzenspiels über die gesamte Spielzeit mitzugehen. Dennoch blieb die Mannschaft engagiert und versuchte weiterhin, die Partie nicht frühzeitig aus der Hand zu geben.
Patriots zeigen im Schlussdrittel Moral
Im letzten Drittel bewiesen die Niddataler erneut ihre kämpferischen Qualitäten. Trotz des deutlichen Rückstands und der fehlenden Wechselmöglichkeiten gab sich das Team nicht auf.
Besonders erfreulich war dabei der Auftritt der eingesetzten Junioren Theo Blechschmied und Leni Pfannmüller die unter diesen schwierigen Bedingungen Verantwortung übernehmen mussten und ihre Sache sehr ordentlich machten.
Im Tor stand zunächst Anna Boss, die aufgrund der kurzfristigen Absage von Janis Grundhöfer ins kalte Wasser geworfen wurde. Ab der 41. Minute übernahm Christian Heuzeroth die Torhüterposition.
Offensiv sorgte weiterhin Niko Lehtonen für Gefahr. Der Finne erzielte in der 40. Minute innerhalb kürzester Zeit zwei Treffer und verkürzte auf 4:10 beziehungsweise 5:10.
Im Schlussdrittel legte Lehtonen noch zweimal nach. In der 51. Minute traf er zum 6:12, kurz darauf erhöhte David Lademann mit seinem dritten Treffer des Abends auf 7:12.
In der 54. Minute erzielte Lehtonen schließlich seinen vierten Treffer des Abends zum 8:14.
Kaarst ließ sich den Sieg allerdings nicht mehr nehmen und setzte sich letztlich mit 15:8 durch.
Die Patriots-Tore im Überblick
- 1:3 Kilian Rohde (13.)
- 2:3 David Lademann (16.)
- 3:9 David Lademann (29.)
- 4:10 Niko Lehtonen (40.)
- 5:10 Niko Lehtonen (40.)
- 6:12 Niko Lehtonen (51.)
- 7:12 David Lademann (51.)
- 8:14 Niko Lehtonen (54.)
Strafzeiten: Patriots 12 Strafminuten und 8 Minuten für Kaarst.
Pfannmüller: „Diese Niederlage tut nicht weh“
Trotz der Niederlage zeigte sich Patriots-Coach Patric Pfannmüller nach der Partie zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft und hob insbesondere die Einstellung seines Teams hervor.
„Niederlagen sind nie schön, aber diese tut nicht weh, das ist das Positive. Mein Team hat sich trotz der Ausfälle ordentlich verkauft und wir konnten einige gute Erkenntnisse gewinnen. Die Junioren und Anna im Tor haben einen sehr ordentlichen Job gemacht. Jetzt liegt unser Fokus auf den beiden abschließenden Heimspielen.“
Für Pfannmüller stand damit weniger das Ergebnis als vielmehr die Reaktion seiner Mannschaft auf die schwierigen Rahmenbedingungen im Vordergrund. Insbesondere die Junioren konnten wertvolle Erfahrungen sammeln und zeigen, dass auf den Nachwuchs auch in schwierigen Situationen Verlass ist.
Tabellenführung bleibt bestehen
Trotz der Niederlage bleiben die Rhein-Main Patriots Tabellenführer der 1. Skaterhockey-Bundesliga. Die Ausgangsposition für die abschließende Phase der Hauptrunde bleibt damit weiterhin sehr gut.
Und auch das Kapitel Kaarst könnte in dieser Saison noch nicht abgeschlossen sein. Angesichts der Tabellenkonstellation und der möglichen Playoff-Paarungen ist ein weiteres Aufeinandertreffen der beiden Spitzenteams durchaus denkbar.
Patriots-Coach Pfannmüller geht jedenfalls nicht davon aus, dass die Partie vom Samstagabend das letzte Duell zwischen Kaarst und Niddatal in dieser Saison gewesen ist.
Jetzt zählt der Endspurt vor heimischer Kulisse
Nach dem schweren Auswärtsspiel richtet sich der Blick bei den Patriots nun unmittelbar nach vorne. Noch zwei Hauptrundenspiele stehen auf dem Programm – beide vor heimischer Kulisse in Assenheim.
Den Auftakt macht am Samstag, 5. September 2026, um 18:00 Uhr das wichtige Heimspiel gegen die Köln Rheinos.
Auch gegen Köln haben die Niddataler nach dem Hinspiel noch eine Rechnung offen. Vor den eigenen Fans soll nun die passende Antwort folgen und die Tabellenführung weiter verteidigt werden.
Die Mannschaft hofft dabei erneut auf die Unterstützung der Patriots-Fans. Nach der schwierigen Auswärtspartie in Kaarst gilt es, gemeinsam die letzten Kräfte zu mobilisieren und die Hauptrunde erfolgreich abzuschließen.