In der 1. Skaterhockey-Bundesliga lieferten sich die IVA Rhein-Main Patriots und CE Kaarst am Samstagabend ein intensives Duell. Vor heimischem Publikum mussten sich die Patriots am 02. Mai 2026 nach Penaltyschießen mit 5:6 (3:2/0:1/2:2/0:1) geschlagen geben. Einen Tag später zogen die Hessen, auswärts bei den HC Köln Rheinos knapp mit 5:6 erneut nach Penaltyschießen den kürzeren. Nach einem schwachen Start kämpften sich die Hessen eindrucksvoll zurück, verpassten jedoch erneut die Entscheidung für sich zu nutzen.
Die Gastgeber erwischten zunächst keinen guten Start und gerieten früh mit 0:2 in Rückstand. Doch noch im ersten Drittel zeigten die Patriots Moral: Thibaut Lambert verkürzte in der 12. Minute, ehe Dean Flemming im Powerplay (15.) und erneut Lambert (18.) die Partie drehten und eine 3:2-Führung herausschossen.

Im zweiten Drittel ließ die Zielstrebigkeit der Patriots jedoch nach. Trotz mehr Ballbesitz gelang es nicht, zwingende Abschlüsse zu kreieren – ein Manko, das Kaarst konsequent ausnutzte und zum 3:3 ausglich.
Auch im Schlussabschnitt blieb die Begegnung umkämpft. Christian Unger (49.) und David Lademann (51.) brachten die Patriots jeweils in Führung, doch Kaarst fand immer wieder die passende Antwort, sodass das Penaltyschießen die Partie entschied – mit dem besseren Ende für die Gäste.
Patriots-Coach Patric Pfannmüller zeigte sich nach dem Spiel kritisch: „Natürlich bin ich enttäuscht. Zu viele leichte Fehler bescherten Kaarst die Tore und uns fast leere Hände. Wir müssen in solchen Spielen einfach bissiger im Abschluss werden, dann kannst du einen Sieg erzwingen. Das hat Kaarst besser gemacht.“
Auffällig war die Statistik: Die Patriots verbuchten zwar mehr Ballbesitz, kamen jedoch zu weniger Abschlüssen als die effizienteren Gäste. Auch die Strafzeiten hielten sich mit 4 Minuten für die Patriots und 2 Minuten für Kaarst im Rahmen.
Tore der Patriots
1:2 Thibaut Lambert (12.)
2:2 Dean Flemming (15., PP)
3:2 Thibaut Lambert (18.)
4:3 Christian Unger (49.)
5:4 David Lademann (51.)
Aufstellung Patriots
Tor Janis Grundhöfer, Arian van der Plas
Feld Thibaut Lambert, Niko Lehtonen, David Lademann (C), Christian Unger (A), Dean Flemming, Dennis Berk, Torben Reuner, Noah Kragl, Emil Sender, Leon Köhler, Jakub Bernad, Theo Blechschmied
Patriots unterliegen nach Penaltyschießen in Köln
Die Partie begann aus Sicht der Patriots denkbar ungünstig. Unkonzentriertheiten und unnötige Ballverluste prägten die Anfangsphase, während die defensiv kompakt stehenden Kölner kaum Räume zuließen. Die Gäste fanden zunächst zu wenige Lösungen im Offensivspiel und ließen zudem die nötige Konsequenz im Torabschluss vermissen.
Erst im zweiten Drittel gelang es den Patriots, besser ins Spiel zu finden. Mit mehr Spielanteilen und deutlich gesteigerter Intensität arbeiteten sie sich zurück ins Spielgeschehen. Treffer von Sean Liechti (25., Powerplay), David Lademann (26.), Jakub Bernad (36., Powerplay) und erneut Lademann (38.) sorgten für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Im Schlussabschnitt brachte Amandus Röttcher (45.) die Patriots endgültig zurück ins Spiel und erzwang die Verlängerung. Doch wie bereits am Vortag blieb das Team im Penaltyschießen ohne eigenen Treffer und musste sich letztlich geschlagen geben.
Trainer Patric Pfannmüller zog ein kritisches Fazit: „Das Spiel war fast ein Ebenbild von gestern. Am Anfang zu unkonzentriert, dann haben wir das Spiel an uns gerissen. Wir waren die bessere Mannschaft mit mehr Spielanteilen, aber die Chancenverwertung war schlecht. Wir müssen lernen, Tore zu schießen – das haben uns die beiden Penaltyschießen deutlich gezeigt.“
Insgesamt verbuchten die Gastgeber 14 Strafminuten, während die Patriots auf 10 Minuten kamen.
Nach einer einwöchigen Pause steht für die Patriots das nächste Heimspiel an: Am 14.05.2026 um 15:00 Uhr empfangen sie die Eagles Essen in Assenheim.
Tore der Patriots
4:1 Sean Liechti (25., PP)
4:2 David Lademann (26.)
4:3 Jakub Bernad (36., PP)
4:4 David Lademann (38.)
5:5 Amandus Röttcher (45.)
Aufstellung IVA Rhein-Main Patriots
Tor Arian van der Plas, Noel Heuzeroth
Feld Thibaut Lambert, Niko Lehtonen, David Lademann (C), Christian Unger (A), Torben Reuner, Noah Kragl, Amandus Röttcher, Sean Liechti, Henry Wellhausen, Emil Sender, Jakub Bernad, Theo Blechschmied