Patriots bezwingen Krefeld auswärts mit 8:5 - Skaterhockey-Bundesliga – Play-off-Viertelfinale, Spiel 2
Crefelder SC – IVA Rhein-Main Patriots 5:8 (2:1/2:3/1:4)
Was für ein Kraftakt, was für eine Mannschaftsleistung! Die IVA Rhein-Main Patriots haben das zweite Spiel der Play-off-Viertelfinalserie beim Crefelder SC mit 8:5 gewonnen und damit den Einzug ins Halbfinale der 1. Skaterhockey-Bundesliga perfekt gemacht. Trotz eines stark dezimierten Kaders setzte sich der Vorrundenmeister beim komplett aufgestellten Tabellenachten durch. Mit taktischer Disziplin, großem Kampfgeist und einer beeindruckenden Geschlossenheit bewiesen die Hessen einmal mehr, dass sie auch unter schwierigsten Voraussetzungen zu den Topteams der Liga gehören.

Zahlreiche Ausfälle – aber ein Team, das zusammensteht
Die Ausgangslage in Krefeld war alles andere als einfach. Zahlreiche Ausfälle zwangen Patriots-Trainer Patric Pfannmüller zu einer stark reduzierten Aufstellung. Während der Crefelder SC personell aus dem Vollen schöpfen konnte, mussten die Patriots mit einem Minikader antreten. Mit Torben Reuner, Miroslav Dobner, Henry Wellhausen, Jakub Bernad, Dominik Luft und Kilian Rohde fehlten gleich sechs Stammspieler.
Doch von Resignation war bei den Patriots nichts zu spüren. Die Mannschaft stellte sich der Herausforderung, hielt sich konsequent an den taktischen Plan und zeigte über die gesamte Partie hinweg, dass man sich auf jeden Einzelnen verlassen kann. Gerade in den entscheidenden Phasen bewiesen die Assenheimer Nervenstärke und Effizienz.
Zusätzliche Unterstützung erhielten die Patriots von den Rängen: Mehr als 20 mitgereiste Fans sorgten für lautstarke Unterstützung und machten auch auswärts deutlich, dass die Mannschaft auf ihre Anhänger zählen kann.
Offener Schlagabtausch mit wechselnden Führungen
Die Partie begann intensiv und mit hohem Tempo. Die Patriots ließen sich von der personellen Überlegenheit der Gastgeber nicht beeindrucken und gingen in der sechsten Minute durch Kapitän David Lademann mit 1:0 in Führung. Der Crefelder SC antwortete jedoch und drehte die Begegnung bis zur ersten Pause auf 2:1.
Im zweiten Drittel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Patriots hielten dagegen und fanden immer wieder die passende Antwort auf die Treffer der Gastgeber. Niko Lehtonen sorgte in der 22. Minute für den 2:2-Ausgleich. In der 29. Minute traf Lehtonen im Powerplay erneut und stellte auf 3:3.
Auch danach blieb die Begegnung umkämpft. Krefeld legte vor, die Patriots zogen nach. Christian Unger nutzte in der 39. Minute eine Überzahlsituation zum 4:4-Ausgleich. Damit war die Partie vor dem Schlussabschnitt wieder völlig offen. Nach zwei Dritteln stand es 4:4 – und die Entscheidung musste im letzten Spielabschnitt fallen.
Vier Tore im Schlussdrittel machen den Halbfinaleinzug perfekt
Im letzten Drittel zeigten die Patriots dann, warum sie die Hauptrunde als Tabellenführer abgeschlossen hatten. Mit einer taktisch disziplinierten Spielweise, konsequenter Chancenverwertung und großem Willen übernahmen sie zunehmend die Kontrolle.
Dean Flemming brachte die Hessen in der 43. Minute erstmals in Führung. Nur eine Minute später legte er im Powerplay nach und erhöhte auf 6:4. Innerhalb kürzester Zeit hatten die Patriots die Partie auf ihre Seite gezogen und die Gastgeber unter Druck gesetzt.
Krefeld versuchte noch einmal, den Anschluss herzustellen, doch die Assenheimer blieben konzentriert. Niko Lehtonen machte in der 48. Minute mit seinem dritten Treffer des Tages zum 7:4 einen weiteren entscheidenden Schritt in Richtung Halbfinale.
In der Schlussphase gelang dem Crefelder SC noch ein Treffer zum 5:7. Doch Kapitän David Lademann setzte in der 60. Minute mit einem Empty-Net-Tor den Schlusspunkt und besiegelte den umjubelten 8:5-Auswärtssieg.
Damit gewannen die Patriots auch das zweite Viertelfinalspiel und sicherten sich den Einzug in die nächste Runde. Besonders bemerkenswert: Trotz des schmalen Kaders gelangen den Hessen im Schlussdrittel vier Treffer, während sie in den entscheidenden Momenten die nötige Ruhe bewahrten.
Pfannmüller: „Jetzt geht’s erst richtig los!“
Patriots-Trainer Patric Pfannmüller zeigte sich nach dem Erfolg entsprechend zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft:
„Absolut top, mit diesem kleinen Kader in Krefeld so zu bestehen und das Spiel auf unsere Seite zu ziehen. Die Mannschaft hat mehr als deutlich gemacht, dass sie ein Topteam ist und Ausfälle – egal wer und wie viele – kompensieren kann. Jetzt geht’s erst richtig los!“
Die Worte des Trainers bringen auf den Punkt, was die Patriots an diesem Abend ausgezeichnet hat. Nicht die personelle Situation stand im Mittelpunkt, sondern die Bereitschaft jedes Einzelnen, Verantwortung zu übernehmen und sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Gerade in den Play-offs, in denen Kleinigkeiten über Weiterkommen oder Saisonende entscheiden können, ist diese Geschlossenheit ein wichtiger Faktor.
Der Blick geht ins Halbfinale
Nach dem erfolgreichen Viertelfinale haben die Patriots am kommenden Wochenende zunächst spielfrei. Anschließend wartet die nächste Herausforderung: Am Samstag, 31. Oktober 2026, um 18:00 Uhr steigt in Assenheim das erste Spiel der Best-of-Three-Halbfinalserie.
Der Gegner wird am kommenden Wochenende ermittelt. Die Patriots können sich damit gezielt auf die nächste Runde vorbereiten und hoffen, bis dahin wieder den einen oder anderen Rückkehrer im Kader begrüßen zu können.
Mit dem überzeugenden Auftritt in Krefeld haben die Assenheimer ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz gesendet. Der Vorrundenmeister hat nicht nur sportliche Qualität bewiesen, sondern auch Charakter, Zusammenhalt und die Fähigkeit, Rückschläge gemeinsam aufzufangen.
Der Halbfinaleinzug ist geschafft – doch die Patriots wollen mehr. Wie Trainer Patric Pfannmüller deutlich machte: Jetzt geht’s erst richtig los!
IVA Rhein-Main Patriots – Aufgebot in Krefeld
Tor: Janis Grundhöfer, Noel Heuzeroth
Feld: Niko Lehtonen, David Lademann (C), Christian Unger (A), Marc Langer, Dean Flemming, Mika Junker, Noah Kragl, Dennis Berk, Niklas Lachmann, Theo Blechschmied
Trainerteam: Patric Pfannmüller (Trainer), Marcel Patejdl (Co-Trainer), Jan Hofmann (Torwarttrainer)
Patriots-Torschützen:
- 1:0 David Lademann (6.)
- 2:2 Niko Lehtonen (22.)
- 3:3 Niko Lehtonen (29., Powerplay)
- 4:4 Christian Unger (39., Powerplay)
- 5:4 Dean Flemming (43.)
- 6:4 Dean Flemming (44., Powerplay)
- 7:4 Niko Lehtonen (48.)
- 8:5 David Lademann (60., Empty Net)
Strafzeiten: Crefelder SC 23 Minuten – IVA Rhein-Main Patriots 18 Minuten


