Die IVA Rhein-Main Patriots haben beim Europacup 2026 eine beeindruckende Moral bewiesen und sich nach einer schwierigen Vorrunde bis ins Endspiel gekämpft. Am Ende stand für das Team aus Niddatal-Assenheim der Titel des Vize-Europapokalsiegers und die Bestätigung, erneut die beste deutsche Mannschaft im Wettbewerb zu sein.
Schwieriger Auftakt trotz starker Leistungen
Zum Turnierauftakt unterlagen die Patriots dem CE Kaarst knapp mit 5:6 (3:3/2:3). Nach einer Unachtsamkeit im ersten Wechsel fand das Team gut ins Spiel und kompensierte auch den Ausfall von Thibaut Lambert zunächst hervorragend. Eine große Strafe gegen Torben Reuner nach einem Kopfstoß führte jedoch zu fünf Minuten Unterzahl sowie dem Turnierausschluss und kostete viel Kraft. Trotz eines zwischenzeitlichen 2:3-Rückstandes kämpften sich die Patriots zurück und glichen kurz vor der Pause in Überzahl zum 3:3 aus. Im zweiten Abschnitt führten einige leichte Fehler zur knappen Niederlage.

Patriots-Coach Patric Pfannmüller sagte nach der Partie: „Das Team hat gut gespielt, nur solche Strafzeiten bringen sich einfach nicht zum Erfolg.“
Die Tore erzielten Jakub Bernad, Dean Flemming, Marcel Müller (2) und Dennis Berk.
Auch im zweiten Gruppenspiel gegen den SHC Rossemaison blieb eine Belohnung aus. Nach starkem Beginn verloren die Patriots mit 3:5 (2:2/1:3). Erneut brachte eine fünfminütige Unterzahl die Mannschaft aus dem Rhythmus. Zwar kämpfte sich das Team zurück, doch am Ende fehlten die Ideen gegen einen starken Gegner.
„Zwei Spiele gegen Topteams und wir standen uns zwei Mal selbst im Weg. Da ist es nur klar, dass wir nach Tag eins mit leeren Händen dastehen. Morgen kann es nur besser werden und dann ist noch alles drin“, erklärte Pfannmüller.
Für die Patriots trafen Emil Sender, Henry Wellhausen in Unterzahl und Niko Lehtonen.
Rückschläge und Hoffnung
Auch gegen die Kopenhagen Vikings setzte es eine Niederlage. Beim 4:8 mussten die Patriots erneut erkennen, wie teuer Strafzeiten auf europäischem Spitzenniveau sind. Trotz eines ordentlichen Starts geriet die Mannschaft durch unnötige Strafen ins Hintertreffen.
„Ein sehr schweres Turnier für uns. Wenn wir alle die richtigen Lehren daraus gezogen haben, glaube ich noch immer an ein gutes Ergebnis am Ende“, so Pfannmüller.
Die Tore erzielten Dennis Berk, Marcel Müller (2) und Dean Flemming.
Turnierwende gegen London
Im vierten Gruppenspiel gelang schließlich die Wende. Gegen die London Majors feierten die Patriots einen souveränen und auch in der Höhe verdienten 12:2-Erfolg. Kleinere taktische Umstellungen zeigten Wirkung und sorgten für neues Selbstvertrauen.
„Es läuft vieles noch nicht rund, aber der Modus kommt uns entgegen, sodass wir es morgen noch selbst in der Hand haben“, sagte Pfannmüller nach dem Pflichtsieg.
Marcel Müller war mit vier Treffern bester Torschütze. Weitere Tore erzielten David Lademann (2), Christian Unger (2), Dean Flemming, Emil Sender, Mika Junker und Thibaut Lambert.
Starke K.o.-Runde bringt Finaleinzug
Im Qualifikationsspiel zum Viertelfinale zeigten die Patriots gegen die Dark Vipers Salzburg ihre bislang beste Turnierleistung und gewannen deutlich mit 12:3. Spielerisch stark verbessert und deutlich sicherer zog das Team verdient in die Runde der letzten Acht ein.
„Auf dieser Leistung lässt sich aufbauen und sie bringt uns ein gutes Gefühl“, sagte Pfannmüller.
Im Viertelfinale wartete mit dem ESC Eagles Essen West der deutsche Rivale. Die Patriots überzeugten mit Kampfgeist, Disziplin und einer geschlossenen Mannschaftsleistung und gewannen verdient mit 4:2.
„Wir sind endlich im Turnier angekommen“, freute sich der Patriots-Coach.
Die Tore erzielten Emil Sender, Dean Flemming sowie Marcel Müller mit einem Doppelpack.
Im Halbfinale gegen die Crash Eagles Kaarst machte das Team schließlich das kleine Europacup-Wunder perfekt. Nach der Horror-Vorrunde präsentierten sich die Patriots hochkonzentriert, diszipliniert und spielerisch stark. Mit einem verdienten 5:2-Erfolg zog der amtierende Europapokalsieger erneut ins Finale ein.
Die Treffer erzielten Dean Flemming, Niko Lehtonen, Emil Sender (2) und Jakub Bernad.
Starker Kampf im Finale
Im Endspiel trafen die Patriots erneut auf die Kopenhagen Vikings. Nach einem langen und kräftezehrenden Turniertag mit bereits vier absolvierten Spielen mussten sich die Hessen den starken Dänen mit 5:12 geschlagen geben.
Trotz der Finalniederlage überwog am Ende der Stolz auf eine außergewöhnliche Turnierleistung. Nach schwieriger Vorrunde kämpfte sich das Team eindrucksvoll zurück und erreichte erneut das Endspiel des prestigeträchtigsten europäischen Vereinswettbewerbs.
Die IVA Rhein-Main Patriots sind damit Vize-Europapokalsieger 2026 und erneut die beste deutsche Mannschaft des Turniers.
Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team, die Trainer Patric Pfannmüller und Marcel Patejdl sowie alle Verantwortlichen zu diesem großartigen Erfolg.
Weiter geht es bereits am kommenden Samstag mit dem Bundesliga-Heimspiel gegen den Crefelder SC. Spielbeginn ist um 18:00 Uhr.
Europas zweitbeste Mannschaft kommt aus Hessen. Aus der Wetterau. Aus Niddatal-Assenheim.
Kader Europacup 2026
Tor Janis Grundhöfer, Anna Boss
Feldspieler Thibaut Lambert, Niko Lehtonen, Christian Unger (A), David Lademann (C), Emil Sender, Mika Junker, Torben Reuner, Dennis Berk, Dean Flemming, Marcel Müller, Jakub Bernad, Henry Wellhausen
Trainer Patric Pfannmüller, Marcel Patejdl
- Kopenhagen Vikings (DK)
- IVA Rhein-Main Patriots (D)
- SHC Rossemaison (CH)
- CE Kaarst (D)
- Gentofte Starz (DK)
- ESC Eagles Esssen West (D)
- ICH Sayaluca Cademipino Lugano (CH)
- ICH Biel (CH)
- Dark Vipers Salzburg (A)
- London Majors (GB)
Genaue Abschlusstabelle, Statistiken und Infos unter
www.iishf.com.