Die IVA Rhein-Main Patriots haben am 10. Spieltag der 1. Skaterhockey-Bundesliga trotz einer zwischenzeitlich klaren Führung eine bittere 7:8-Niederlage (1:4 / 3:2 / 4:1) bei den ISC Düsseldorf Rams hinnehmen müssen. Der Tabellenführer dominierte die Anfangsphase und führte nach dem ersten Drittel verdient mit 4:1, verlor im weiteren Spielverlauf jedoch zunehmend seine Linie und musste die Heimreise ohne Punkte antreten.
 
 
Bereits vor Spielbeginn mussten die Patriots einen kurzfristigen Rückschlag verkraften, da Jakub Bernad kurzfristig ausfiel. Davon ließ sich das Team zunächst jedoch nicht beeindrucken. Dean Flemming brachte die Gäste bereits in der 1. Minute in Führung. Weitere Treffer von Dennis Berk (13.) und Henry Wellhausen (14.) sorgten für eine komfortable 3:0-Führung. Zwar verkürzten die Rams zwischenzeitlich, doch Thibaut Lambert stellte kurz vor der ersten Pause den Drei-Tore-Vorsprung zum 4:1 wieder her.
 
Auch im zweiten Drittel hatten die Patriots zunächst die passende Antwort. Marcel Müller erhöhte in der 24. Minute auf 5:1. Mit zunehmender Spieldauer entwickelte sich jedoch eine deutlich robustere Partie. Die härtere Gangart der Gastgeber brachte mehr Emotionen ins Spiel und machte die Begegnung ausgeglichener. Zwar traf Dean Flemming in der 30. Minute zum 6:3 für die Patriots, dennoch blieb Düsseldorf in Schlagdistanz.
 
Im Schlussabschnitt gelang es den Gästen nicht mehr, an die starke Anfangsphase anzuknüpfen. Die Patriots agierten zunehmend passiv und beschäftigten sich zu sehr mit der Spielweise der Rams, anstatt ihr eigenes Spiel konsequent durchzuziehen. Düsseldorf nutzte dies konsequent aus und drehte die Partie. Zwar brachte Marcel Müller die Patriots in der 54. Minute noch einmal mit 7:6 in Führung, doch die Hausherren hatten das letzte Wort und sicherten sich mit großem Einsatz den viel umjubelten 8:7-Erfolg.
 
Patriots-Coach Patric Pfannmüller zeigte sich nach dem Spiel entsprechend enttäuscht: „Wir haben durch die robuste Spielweise der Rams total unsere Linie verloren, das darf einfach nicht passieren. Wir haben 20 überlegene Minuten einfach weggeschmissen.“
 
Die Strafzeiten spiegelten den intensiven Spielverlauf wider. Düsseldorf kam auf sechs Strafminuten, die Patriots mussten insgesamt zwölf Strafminuten hinnehmen.
 
Tore der Patriots
  • 0:1 Dean Flemming (1.)
  • 0:2 Dennis Berk (13.)
  • 0:3 Henry Wellhausen (14.)
  • 1:4 Thibaut Lambert (19.)
  • 1:5 Marcel Müller (24.)
  • 3:6 Dean Flemming (30.)
  • 6:7 Marcel Müller (54.)
Strafzeiten
  • Düsseldorf: 6 Minuten
  • Patriots: 12 Minuten
Patriots-Aufstellung
Tor Janis Grundhöfer, Arian van der Plas
Feld Thibaut Lambert, Niko Lehtonen, David Lademann (C), Christian Unger (A), Marcel Müller, Emil Sender, Marc Langer, Henry Wellhausen, Dennis Berk, Dean Flemming, Kilian Rohde, Noah Kragl
 
Ausblick
Viel Zeit zum Ärgern bleibt den Patriots nicht. Bereits am Samstag, 6. Juni 2026, um 18:00 Uhr steht das Achtelfinale im Pokalwettbewerb auf dem Programm. Dann empfangen die Patriots die Bockum Bulldogs zum Heimspiel und wollen dort eine Reaktion auf die Niederlage in Düsseldorf zeigen.