5 Fragen an ... Dr. Bernhard Hertel

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Früherer Bürgermeister von Niddatal Dr. Bernhard Hertel tritt dem Vorstand der Rhein-Main Patriots bei.

Der Name Bernhard Hertel ist in Niddatal bereits seit vielen Jahren bekannt: 18 Jahre lang war er der Bürgermeister der Stadt. Bereits Ende 2020 wurde er vom Vorstand der Rhein-Main Patriots gebeten, den vakanten Posten des Schriftführers kommissarisch zu übernehmen, was er gerne annahm. Bei der noch ausstehenden Mitgliederversammlung 2020 soll er dauerhaft für dieses Amt gewählt werden. Im Interview spricht Dr. Hertel über seine neue Aufgabe im Vorstand und seine Ziele mit den Patriots.
  • Wie bist du auf die Rhein-Main Patriots aufmerksam geworden?
  • Als ich 1997 nach Assenheim zog, existierte der Ursprung der Rhein-Main Patriots, die Inline Abteilung bereits ein Jahr unter dem Dach des TV Assenheim. Die Abteilung befand sich im Aufbau und war auf der Suche nach einem geeigneten Gelände für zur Errichtung einer Spielfläche. In meiner damaligen Funktion als Erster Stadtrat der Stadt Niddatal habe ich mein Möglichstes versucht die Abteilung/den Verein zu unterstützen. Schon damals war ich davon fasziniert, mit welchem Engagement sich die Verantwortlichen der Abteilung für die Belange ihres Sportes eingesetzt haben. Seit dieser Zeit verfolge ich die Geschehnisse rund um den Verein und bin beeindruckt von seiner Entwicklung, die er genommen hat.
  • Was macht für dich die Faszination des Skaterhockeys aus?
  • Grundsätzlich bin ich von jeder Sportart fasziniert. Mannschaftssportarten begeistern mich aber besonders, da es bei der Ausübung des Sports letztendlich auf das gute Zusammenspiel aller Aktiven ankommt und die Leistung einzelner etwas in den Hintergrund treten. Skaterhockey ist eine der schnellsten Mannschaftssportarten, bei der es so gut wie keinen Moment gibt, in dem nichts passiert. Darüber hinaus ist bis zum Ende immer alles möglich. Selbst ein verloren geglaubtes Spiel kann in den letzten Minuten noch gedreht werden. Faszinierend dabei ist auch zu beobachten, mit welcher Geschwindigkeit sich die Spielerinnen und Spieler über die Spielfläche bewegen und dennoch den Spielball unter Kontrolle halten um ihn dann präzise zuzuspielen oder aufs Tor abzufeuern. Auch fasziniert mich, der Umgang der Spielerinnen und Spieler untereinander. Obwohl es ein sehr körperbetontes Spiel ist, erlebt man so gut wie keine Schauspieleinlagen und die Mannschaften trennen sich friedlich nach Spielschluss.
  • Wieso hast du dich dazu entschieden, im Vorstand der Rhein-Main Patriots mitzuarbeiten?
  • Als der Vorsitzende des Vereins mich darauf angesprochen hat, ob ich mir vorstellen könnte im Vorstand mitzuarbeiten, habe ich nach kurzer Bedenkzeit zugesagt. Ein Verein wie die Patriots, der auf diesem Leistungsniveau, mit zwei Bundesligamannschaften und einer sehr gut aufgestellten und erfolgreichen Jugendarbeit, seinen Sport betreibt, ist auf die Unterstützung von Ehrenamtlichen angewiesen. Daneben habe ich in den vergangenen Jahren den Verein auch so kennen gelernt, dass er sich ins Vereins- und Ortsgeschehen unserer Stadt einbringt und damit dazu beiträgt, dass diese Güter aufrecht erhalten bleiben. Nicht zu vergessen, dass der Verein das bisher Erreichte zum größten Teil aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln gestemmt hat. Dies alles sind Gründe, warum ich mich dazu entschieden habe im Vorstand der Rhein-Main Patriots mitzuarbeiten.
  • Was genau sind deine Aufgaben im Vorstand und inwiefern ist deine politische Vergangenheit als Bürgermeister der Stadt Niddatal nützlich für diese Aufgaben?
  • Bis zur nächsten Jahreshauptversammlung habe ich kommissarisch die Arbeiten eines Schriftführers übernommen. Bei der anstehenden Jahreshauptversammlung werde ich dann auch für dieses Amt kandidieren. Neben den üblichen Aufgaben eines Schriftführers, wie dem Erstellen von Einladungen und dem Verfassen von Protokollen, bin ich auch in die Pflege der Kontakte zu unseren Sponsoren eingebunden. Da das Umfeld um die erste Herrenmannschaft bereits sehr gut aufgestellt ist, sehe ich meine Aufgabe darin der Jugendabteilung und der Damenmannschaft mehr Unterstützung bei Verwaltungs- und organisatorischen Angelegenheiten zukommen zu lassen. Durch meine politische Vergangenheit als Bürgermeister bin ich zum einen mit der Zusammenarbeit zwischen Politik und Vereinen und zum anderen mit der Abwicklung von Verwaltungsabläufen sehr vertraut. Die Erfahrungen, die ich auf diesen Gebieten gesammelt habe, stellen sich z.B. momentan im Umgang mit den durch die Corona-Krise hervorgerufenen Problemen als sehr nützlich dar.
  • Was sind deine Ziele für die Zukunft der Rhein-Main Patriots?
  • Mein Ziel ist es, dass die Rhein-Main-Patriots ihren Platz, den sie mittlerweile in der Vereinslandschaft der Stadt Niddatal gefunden und eingenommen haben, festigen und eine führende Rolle übernehmen. Die sportlichen Ziele sehe ich für die erste Herrenmannschaft im Aufstieg in die Erste Skaterhockeyliga und der Etablierung in dieser Liga. Für die Damenmannschaft, die bereits in der Ersten Liga spielt, wünsche ich mir, dass die Mannschaft auf eine breitere Basis gestellt wird. Dies könnte mittelfristig die Grundlage dafür bilden, dass die Damen permanent an der Spitze der Liga mitspielen können. Beide Ziele können aber nur dann erreicht werden, wenn der Unterbau ebenfalls gefördert wird und die Vereinsarbeit rund um den sportlichen Betrieb noch mehr Unterstützung von freiwilligen Helferinnen und Helfern erfährt. Ein ganz wichtiger Punkt für mich ist, dass die Jugendarbeit weiterhin so gut und erfolgreich praktiziert wird, wie dies in den vergangenen Jahren der Fall war. Der Verein übernimmt damit auch eine soziale Verantwortung in unserer Stadt und bietet den Jugendlichen eine Heimat. Dies verbunden mit der Vermittlung von Werten wie z.B. Respekt, Fairness, Verantwortungsbewusstsein und Freundschaft.