5 Fragen an ... Stefan Napravnik

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Das Damenbundesligateam der Rhein-Main Patriots hat zur anstehenden Spielzeit einen neuen Trainer: Stefan Napravnik, ehemaliger Trainer der Herren.

Vor sechs Jahren stand der 52-jährige schon bei den Damen an der Bande, bis ihm der Trainerposten bei den Herren angeboten wurde. Im Interview spricht er über seine Rückkehr zu den Damen.

  • Wieso hast du dich dazu entschieden, das Damenbundesligateam der Rhein-Main Patriots wieder als Trainer zu übernehmen?
  • Ich habe die Damen 2014 trainiert. Dann kam das Angebot für die Herren, da musste ich mich halt für die Herausforderung entscheiden. Trotzdem war die Damenmannschaft immer eine „Herzensangelegenheit“. Daher war es auch keine große Entscheidung.
  • Was macht deiner Meinung nach einen guten Trainer aus?
  • Ein guter Trainer ist nicht der, der am lautesten schreit. Etwas Führungsqualität sollte vorhanden sein, wichtiger ist aber ein offenes Ohr und ein waches Auge für seine Spieler und Spielerinnen zu haben. Man sollte kritikfähig sein und sich auch selbst hinterfragen können. Und man sollte akzeptieren, dass Fehler gemacht werden.
  • Großes Ziel der Damen sind die Play-Offs. Was unterscheidet die Patriotinnen von den anderen Mannschaften in der 1. Damenbundesliga?
  • Wir sind ein über die Jahre zusammengewachsener kleiner „Haufen“. Jeder kennt die Stärken und Schwächen seiner Mitspieler und wir gehen respektvoll miteinander um. Die Vereine in NRW sind quantitativ und in der Breite auch qualitativ besser aufgestellt. Ich sehe uns da als das kleine Dorf der unbeugsamen Niddatalerinnen, die nicht aufhören den NRW-Vereinen Widerstand zu leisten.
  • Wie schätzt du die Liga im Vergleich zu letztem Jahr ein?
  • Das ist schwer zu sagen, da es keinen Überblick über den „Transfermarkt“ gibt. Ich gehe aber von einer relativ ausgeglichenen Liga aus. Den Neuling aus Bissendorf können wir noch nicht einschätzen. Bei den zuletzt dominierenden Langenfelderinnen gab es den ein oder anderen Wechsel. Ob sie ihre Rolle weiter so spielen können werden wir sehen.
  • Was war dein größter Erfolg als Trainer?
  • Natürlich wirst du als Trainer immer an Titeln gemessen. Ich definiere da Erfolg anders. Ich habe immer versucht Spieler weiter zu bringen, zu entwickeln. Und wenn sich dann ein Spieler in ein paar Jahren noch gerne an unsere gemeinsame Zeit erinnert, ist das für mich der größere Erfolg als ein Titel, der nur eine Momentaufnahme ist.